
Juni-Juli 2010: Dänemark
(Photo rechts: Viborg Kathedrale, Südportal)
Eure Pilger fuhren mit ihren Rädern der schönen norwegischen Küste entlang zur Fähre in Kristiansand, dann mit dem Schiff nach Hirtshals, Dänemark. Zwei verregnete Tage fuhren sie dann mit den Rädern durch die wundervolle Landschaft Nordjütlands und zelteten zwei Nächte auf primitiven „Zeltplätzen“ in dänischen Wäldern. Je näher sie Viborg kamen, dem Pilgerzentrum, umso mehr erfuhren sie die Gastfreundschaft von Pilgergefährten auf dem Weg nach Viborg, z.B. in Aalborg. Hobro und Vammen.
In Viborg trafen sie eine alte Freundin: Elizabeth Knox Seith ist eine ehemalige Religionsjournalistin, die erst kürzlich zur Priesterin der dänischen Kirche ordiniert und zur Pilger-Priesterin am Pilgerzentrum in Viborg bestellt wurde. Ihre gemeinsame Zeit mit ihr – und mit einigen neuen Freunden, die wir durch sie trafen – war gefüllt und erfüllend. Eure Pilger erhielten ein warmes Willkommen, heilige Gastfreundschaft und viel Unterstützung. Natürlich gab es auch Treffen und Gespräche mit dem Vorstand und mit Freunden des neuen Pilgerzentrums. Es gab eine Präsentation in der Kirche ihrer Freunde Birgitta und Flemming (die sie später mit zur Kathedrale nach Aarhus nahmen). Sie verbrachten auch einige Nachmittage im Pilgerzentrum, um ankommende Pilger zu empfangen.
Drei Tage in der Woche feiert Elizabeth zur Mittagszeit eine kurze Andacht in der Krypta der Kathedrale. Eure Pilger nahmen daran teil, sangen, beteten, lasen aus den Evangelien vor und sprachen darüber. Außerdem gab es Interviews für die Zeitung, für Radio und Fernsehen. Zwei Links dazu sind am Ende dieser Post zu finden.
Dann kam die große Nordische Pilgerkonferenz. Es kamen Pilger aus Dänemark, Norwegen und Schweden, aber darüber hinaus gab es auch Gäste aus England und Deutschland. Die Konferenz bestand aus vier Pilgergruppen, die über viele Tage hindurch von Norden, Süden, Osten und Westen nach Viborg gelaufen kamen. Es gab auch eine Gruppe, die nach Dänemark, in den Limfjord, mit dem Segelschiff anreiste, und außerdem eine Vielzahl von Menschen, die auf „eigene Faust“ kamen.
Samstagabend war der Vorabend des Tages des Heiligen St. Kjeld. Es gab einen keltisch inspirierten Gottesdienst in der Kathedrale, mit geistlichem Tanz einer lieben Freundin, Katrin Mann aus Jena. Im Anschluß daran folgte, durch die ganze Nacht hindurch, eine Vigil, eine Nachtwache mit stündlichen Gebeten und Gesängen, sowie am nächsten Vormittag ein Abendmahlsgottesdienst. Wahrscheinlich war diese Vigil die erste Nachtwache an diesem Ort seit der dänischen Reformation 1536.
Auf unseren Reisen treffen wir viele Menschen, die sich in utilitaristischen Aktivitäten engagieren: die weltliche Aufgaben erfüllen in weltlichen Gebäuden, inmitten von weltlichen und zunehmend gottlosen Institutionen. Unsere Erfahrung bei der Pilgerkonferenz zeigte klar und deutlich, wie sehr die Seelen der Menschen bewegt und ihr Geist genährt und gestärkt werden kann durch scheinbar ganz einfache Dinge: das Gehen zu heiligen Orten, das Beten in herrlichen Kirchen, das Anzünden von Kerzen, das Betrachten heiliger Bilder, das Teilnehmen an geistlichem Tanz, das Machen oder das Zuhören inspirierter Musik. Natürlich sind die ganz praktischen Aufgaben, wie das Sorgen um Nahrung, Kleidung und Schutz, ganz wichtig und unerlässlich. Sie können sogar das Feld sein, auf dem unser geistiges Leben blüht und Früchte trägt. Aber wenn die Aüsserlichkeiten unser Streben nach dem Guten, unsere Liebe zur Wahrheit und unsere Wertschätzung des Schönen verdrängen, dann verlieren sie all ihre Bedeutung und ihren Sinn. Und noch mehr: Eine einseitige Herangehensweise an das Leben wird unsere Seelen und unsere Gesellschaft grausam, trocken und mechanisch machen. Die Pilgerbewegung in Skandinavien legt Zeugnis ab für das Streben so vieler Menschen nach Harmonie, Einfachheit und Heiligkeit in ihren Leben. Lasst uns einander helfen und ermutigen in diesem Streben… egal, wo wir sind!
Ihr könnt den TV- Nachrichtenbericht über diese Adresse sehen:
http://www.tv2regionerne.dk/player.aspx?id=552786&r=6
Hier ist der Link zum Zeitungsartikel: Viborg-article
Achtung! Es gibt zwei große Fehler in dem Artikel! 1.: Wir sind nicht nur getaufte orthodoxe Christen, sondern auch gläubige Christen.
2.: Unsere Fahrräder wurden wirklich in England gesegnet, aber von einem orthodoxen Priester in einem orthodoxen Kloster.
Es gibt auch noch ein paar kleinere Fehler, die wir hier unkommentiert lassen. Unglücklicherweise ist das nicht das erste Mal, dass sogar Reporter mit einer grundsätzlich guten Absicht sachliche Fehler in ihren Artikeln machen.
(Photo rechts: Viborg Kathedrale, Südportal)
Eure Pilger fuhren mit ihren Rädern der schönen norwegischen Küste entlang zur Fähre in Kristiansand, dann mit dem Schiff nach Hirtshals, Dänemark. Zwei verregnete Tage fuhren sie dann mit den Rädern durch die wundervolle Landschaft Nordjütlands und zelteten zwei Nächte auf primitiven „Zeltplätzen“ in dänischen Wäldern. Je näher sie Viborg kamen, dem Pilgerzentrum, umso mehr erfuhren sie die Gastfreundschaft von Pilgergefährten auf dem Weg nach Viborg, z.B. in Aalborg. Hobro und Vammen.
In Viborg trafen sie eine alte Freundin: Elizabeth Knox Seith ist eine ehemalige Religionsjournalistin, die erst kürzlich zur Priesterin der dänischen Kirche ordiniert und zur Pilger-Priesterin am Pilgerzentrum in Viborg bestellt wurde. Ihre gemeinsame Zeit mit ihr – und mit einigen neuen Freunden, die wir durch sie trafen – war gefüllt und erfüllend. Eure Pilger erhielten ein warmes Willkommen, heilige Gastfreundschaft und viel Unterstützung. Natürlich gab es auch Treffen und Gespräche mit dem Vorstand und mit Freunden des neuen Pilgerzentrums. Es gab eine Präsentation in der Kirche ihrer Freunde Birgitta und Flemming (die sie später mit zur Kathedrale nach Aarhus nahmen). Sie verbrachten auch einige Nachmittage im Pilgerzentrum, um ankommende Pilger zu empfangen.
Drei Tage in der Woche feiert Elizabeth zur Mittagszeit eine kurze Andacht in der Krypta der Kathedrale. Eure Pilger nahmen daran teil, sangen, beteten, lasen aus den Evangelien vor und sprachen darüber. Außerdem gab es Interviews für die Zeitung, für Radio und Fernsehen. Zwei Links dazu sind am Ende dieser Post zu finden.
Dann kam die große Nordische Pilgerkonferenz. Es kamen Pilger aus Dänemark, Norwegen und Schweden, aber darüber hinaus gab es auch Gäste aus England und Deutschland. Die Konferenz bestand aus vier Pilgergruppen, die über viele Tage hindurch von Norden, Süden, Osten und Westen nach Viborg gelaufen kamen. Es gab auch eine Gruppe, die nach Dänemark, in den Limfjord, mit dem Segelschiff anreiste, und außerdem eine Vielzahl von Menschen, die auf „eigene Faust“ kamen.
Samstagabend war der Vorabend des Tages des Heiligen St. Kjeld. Es gab einen keltisch inspirierten Gottesdienst in der Kathedrale, mit geistlichem Tanz einer lieben Freundin, Katrin Mann aus Jena. Im Anschluß daran folgte, durch die ganze Nacht hindurch, eine Vigil, eine Nachtwache mit stündlichen Gebeten und Gesängen, sowie am nächsten Vormittag ein Abendmahlsgottesdienst. Wahrscheinlich war diese Vigil die erste Nachtwache an diesem Ort seit der dänischen Reformation 1536.
Auf unseren Reisen treffen wir viele Menschen, die sich in utilitaristischen Aktivitäten engagieren: die weltliche Aufgaben erfüllen in weltlichen Gebäuden, inmitten von weltlichen und zunehmend gottlosen Institutionen. Unsere Erfahrung bei der Pilgerkonferenz zeigte klar und deutlich, wie sehr die Seelen der Menschen bewegt und ihr Geist genährt und gestärkt werden kann durch scheinbar ganz einfache Dinge: das Gehen zu heiligen Orten, das Beten in herrlichen Kirchen, das Anzünden von Kerzen, das Betrachten heiliger Bilder, das Teilnehmen an geistlichem Tanz, das Machen oder das Zuhören inspirierter Musik. Natürlich sind die ganz praktischen Aufgaben, wie das Sorgen um Nahrung, Kleidung und Schutz, ganz wichtig und unerlässlich. Sie können sogar das Feld sein, auf dem unser geistiges Leben blüht und Früchte trägt. Aber wenn die Aüsserlichkeiten unser Streben nach dem Guten, unsere Liebe zur Wahrheit und unsere Wertschätzung des Schönen verdrängen, dann verlieren sie all ihre Bedeutung und ihren Sinn. Und noch mehr: Eine einseitige Herangehensweise an das Leben wird unsere Seelen und unsere Gesellschaft grausam, trocken und mechanisch machen. Die Pilgerbewegung in Skandinavien legt Zeugnis ab für das Streben so vieler Menschen nach Harmonie, Einfachheit und Heiligkeit in ihren Leben. Lasst uns einander helfen und ermutigen in diesem Streben… egal, wo wir sind!
Ihr könnt den TV- Nachrichtenbericht über diese Adresse sehen:
http://www.tv2regionerne.dk/player.aspx?id=552786&r=6
Hier ist der Link zum Zeitungsartikel: Viborg-article
Achtung! Es gibt zwei große Fehler in dem Artikel! 1.: Wir sind nicht nur getaufte orthodoxe Christen, sondern auch gläubige Christen.
2.: Unsere Fahrräder wurden wirklich in England gesegnet, aber von einem orthodoxen Priester in einem orthodoxen Kloster.
Es gibt auch noch ein paar kleinere Fehler, die wir hier unkommentiert lassen. Unglücklicherweise ist das nicht das erste Mal, dass sogar Reporter mit einer grundsätzlich guten Absicht sachliche Fehler in ihren Artikeln machen.
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